13.01.2018

Abel Kazungu Ngama war Schüler in „unser Ngoloko Primary School“. Er ist der erste Schüler,den wir im vorigen Jahr in unser Förderprogramm aufgenommen haben,also unser „Pilot-Projekt“. Wir wollen ihn heute in seiner „Shimo la Tewa Secondary School“ (eine staatliche Internatsschule) besuchen.

Obwohl angemeldet,werden wir am Eingang zunächst abgewiesen (das Schulgelände ist hermetisch abgeriegelt).Nach einigen Telefonaten erreichen wir endlich das Hauptgebäude.Hier müssen wir auf den Internatsleiter,den „Boarding Master“,warten.Vor uns steht ein recht stattlicher Mann.Er lässt Abel holen.

Abel ist ein sehr schüchterner Schüler.Seine alleinerziehende Mutter ist bitterarm,arbeitet in einer chinesischen  Kleiderfirma  10 Stunden am Tag für ca 2 Euro.Abel machte bis auf Mathematik in der Schule gute Fortschritte im vergangenen Jahr.Evelyne fragt ihn :“Gibt es Probleme?“.Erst druckst Abel herum,will nicht mit der Sprache heraus.Doch dann: „Andere Schüler haben mir meine selbst gekaufte Schlafmatratze und 1 T-Shirt meiner Schuluniform sowie eine Unterhose geklaut“! Das muss eigentlich gemeldet werden;doch Abel ist zu schüchtern,es dem „Boarding Master“zu sagen aus Angst vor den Mitschülern.Die Schule hat 1200 Kinder.Bis zu 90 Kinder schlafen in einem Raum.Abel hat sich aus Resten und Flicken eine Schlafunterlage gebastelt.“Ich habe nur noch 1 T-Shirt und 1 Unterhose“!Abel will es auch nicht seiner Mutter sagen,aus Angst, sie würde schimpfen und wovon soll sie Ersatz für alles kaufen? Der „Boarding –Master“sagt: „Ein Schuldieb muß beim Matratzen-Klau 5 neue Matratzen besorgen,ansonsten fliegt er von der Schule“!Aber: wie den Dieb bei 1200 Kindern finden?Wir geben dem „Boarding Master“ 28,-Euro für eine neue Matrtaze und ein neues Schul – T-Shirt,Farbe weiß-gelb.Evelyne wird Abel noch neue Unterhosen, einige Hygiene-Artikel,neue Bücher und andere Schulmaterialien besorgen.Wir geben ihm für die nächsten3 Monate 10 Euro Taschengeld (für ihn viel),die Euros kommen in den Schul-Safe, ansonsten werden auch die geklaut.

Abel ist glücklich,mit uns gesprochen zu haben und verspricht,uns mal einen Brief zu schreiben,wenn er Ferien hat.

„Mambo por“!!!  (o.k./prima)

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