11.01.2018

Nach der Ngoloko Primary School haben wir uns entschlossen,eine weitere Schule,eine Privatschule,im District Kilifi in Shariani zu unterstützen,die „Kilifi South Star Academy“.Der Besitzer der Schule ist für die Gebäude,die Einrichtung und die Gehälter der Lehrer verantwortlich,nicht aber z.B. für Schulgeld,Schulbücher,Lehr- und Lernmaterial.Das alles muss von den Eltern der Kinder selbst bezahlt werden,nur: wovon??Die Lehrer unterrichten hier nur anhand von Skizzen an der Tafel oder Ablichtungen aus Büchern.

So fahren wir mir Evelyne nach Mwapa,der nächsten größeren Stadt, um in einem „Book-Shop“ „Text-Books“ (Schulbücher) zu kaufen.Hier treffen wir den Manager,Mr.Kioko und den Hausmeister der Schule, Mr.Evans Konde.Beide haben wir bei unserem Erstbesuch in der Schule vor 6 Monaten kennengelernt.Nach ca 90 Minuten Planen, Verhandeln,etc.kaufen wir Bücher für Suaheli,Mathe,Englisch.Dann geht es endlich weiter zur Schule-weitere 40 Minuten Fahrt.Die Kinder,die Rektorin Madame Rosina und die Lehrer erwarten uns schon.Es folgt eine innige Begrüßung mit Umarmungen,die Kinder wollen auf den Arm und rufen:„Jambo“,“Abari“,“Missouri sana“! Danach folgt ein Rundgang durch die Schule: 200 Kinder von der „Baby-Class“ (3 Jährige)bis zum 6.Schuljahr,14 Lehrer (ein Lehrer verdient ca 60 – 80 Euro pro Monat).Eine Aufstockung der Schule bis zum 8.Schuljahr steht an.Das äußere Erscheinungsbild der Schule ist deutlcih besser als in „unserer Ngoloko Primary School“ durch die bessere Organisation der Rektorin und des Managers.

Die Klassenräume sind von außen von den Kindern mit Bildern bemahlt,die Räume selbst sind für afrikanische Verhälnisse sauber, es gibt Toilettten mit fließendem Wasser (nicht nur „Plums-Klos“); allerdings kein Frischwasser – das Brunnenwasser soll jedoch, wenn auch salzhaltig,recht sauber sein;außerdem eine sehr einfache „Küche“ (soll erweitert werden) – die Kinder können hier für 50 Cent pro Tag essen (recht teuer).Die Klassengröße schwankt zwischen 20 und 35 Kindern (in der Ngoloko Primary School bis zu 90 Kindern).Die Kinder führen uns ihren Unterricht vor: Rechnen und Schreiben an der Tafel,Singen, etc.

Dann der Höhepunkt des Besuchs : die Buchübergabe!! Die Kinder kommen im Gänsemarsch aus ihren Klasse,setzen sich im Halbkreis unter einem Baum auf die Erde.Mittagszeit,es ist wieder mächtig heiß, ca 33 Grad im Schatten.Wir,Evelyne,die Lehrer sitzen auf Stühlen davor.Die Kinder halten selbst gemalte Bilder mit Blumen und „Welcome“ und „Welcome Mrs.und Mr.Hoffmanns“ in die Höhe.Sie singen für uns,sagen Verse auf ,in denen sie uns willkommen heißen und sich bedanken.Wir verteilen die Bücher und sind gerührt,wie sich die Kinder freuen: ihre ersten Schulbücher in ihrem Leben: „asante sana“!!!

Anschließend sind Gisela,Evelyne und ich zum Essen eingeladen : Chapati (Mehl-Wasser-Pfannkuchen),Ugali (Maisbrei) Gemüse-Sauce (Kokosmilch,Tomaten,Zwiebeln,Peperoni) und uns zu Ehren : gekochtes Hühnchen (für Einheimische ansonsten unerschwinglich). Als wir uns verabschieden,unterbrechen die Kinder ihr Fußballspiel und kommen angelaufen.Die kleine Charlene möchte bei Gisela  auf den Arm,hält jedoch kurz inne und streichelt mit ihren kleinen Fingerchen über Giselas wenn auch gebräunten aber doch „weißen Arm“.Für Charlene ist es sicherlich der erste Kontakt mit einer „Hellhäutigen“.

Mit tollen Eindrücken „im Gepäck“ fahren wir wieder zurück.Alle : die Kinder,die Lehrer,Evelyne,Gisela und ich sind glücklich.Hier haben wir einmal mehr gelernt,mit welch einfachen Dingen man doch zufrieden sein kann und wie gut es uns doch eigentlich daheim geht.

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